Freiheit Story

Beschreibung:

Die Partei der Freiheit, auch „Anarchisten“ genannt ist das genauen Gegenteil zu den Wächtern. Sie besitzen eine komplett anderes Verständnis im Bezug auf die Zone und sehen diese als Geschenk an, welches man der freien Welt verkünden muss. Aus diesen Gründen sind sie ebenfalls für einen freien Zugang zur Zone und versuchen ständig die Blockade des Militärs zu schwächen, um immer wieder neuen Stalkern einen Zugang zu ermöglichen.

Im Gegensatz zu den Wächtern ist die Freiheit’s Partei undiszipliniert und draufgängerisch. Dennoch haben sie es geschafft ein Gebäude (ein ehemaliges Gefängniss) zu einem Hauptquartier zu befestigen.

Ihre Ausrüstung ist ähnlich wie die der Wächter. Trotz ihrem Mangel an Disziplin befindet sich eine Vielzahl von exzellenten Kämpfern unter ihnen.

Sie befinden sich in einem fortwährenden Konflikt mit dem Militär, sowie in einem Ideologischen Konflikt mit den Wächtern. Dieser spitzt sich fortlaufen zu, unter anderem durch die Nähe der Standorte der beiden Parteigebäude zueinander. Bis dato ist es jedoch noch nie zu einer Eskalation des Konfliktes gekommen.

Prolog - Freiheit:

Vor sechs Monaten, Besprechungsraum Neptun, Breschnew Kaserne Tschernobyl

 

Kapitan Morosow deutet mit seinem Finger auf eine Karte von Tschernobyl. „Hier, hier und dort wurden in den letzten Tagen Eindringlinge gesichtet. Da sie bisher alle entwischen konnten, werden die Patrouillenrouten wie folgt geändert…“

Wie die meisten Gruppenmitglieder im Besprechungsraum, schweift auch Unteroffizier Michael Hammerbeck mit seinen Gedanken ab. Seit er sich freiwillig für den Einsatz in der Zone beim Militär gemeldet hat, ist nicht mehr viel von seinem Patriotismus übriggeblieben. Vielmehr sind seine Zweifel mit jedem Einsatz gewachsen, ob er hier wirklich seinem Vaterland dient.

„Wir werden jeden Tag auf Menschenjagd geschickt und nachts erscheinen mir die Gesichter derer, die wir gefasst und exekutiert haben. Ich möchte nicht begreifen, weshalb wir unsere eigenen Landsleute so abschlachten. Meistens sind sie alleine unterwegs und schlecht ausgerüstet. Die Regierung verbirgt etwas. Nichts soll die Zone verlassen, niemand soll berichten, was es hier zu entdecken gibt.“

Ein Ruck an der Schulter holt Unteroffizier Hammerbeck zurück in den Besprechungsraum. Schütze Tito zwinkert ihm zu „Wach auf mein Freund. Morisow hat seinen Vortrag beendet und den Abmarsch befohlen.“ Wenige Minuten später verlässt die Patrouille das Kasernengelände.

 

Seit Stunden streift die Patrouille wortlos durch das Dickicht, aufmerksam die Umgebung beobachtend. Kapitan Morosow hebt seine Hand und gibt das Signal zum Halt. Unweit in einer Gebäuderuine hat der Patrouillenführer eine Gruppe vermummter Stalker erfasst. Stillschweigend schwärmt Unteroffizier Hammerbeck mit dem Rest der Gruppe aus und sichert das Gebiet um die Ruine. Als drei Stalker mit einer Kiste die Gebäude verlassen ertönt ein kurzer Pfiff. Sekunden später sind sie umzingelt und blicken in zahlreiche Gewehrläufe. „Bitte nicht schießen“, fleht einer der Vermummten. „Wir sind unbewaffnet“ Morisow tritt hervor und nimmt Dokumente aus der Kiste. „PSI-Wellen und die Wirkungen auf die menschliche Psyche“ Mit einer verächtlichen Geste wirft er dem Redeführer der Stalker die Dokumente ins Gesicht, welcher sofort zu Boden geht und die Blätter hastig aufsammelt. „Nicht! Dieses Wissen kann vielen Menschen helfen!“ Morisow wendet sich ab und befiehlt ausdruckslos: „Erschießt sie alle. Und dann verbrennt den Unfug“ …doch Sekunden später ist immer noch kein Schuss gefallen. Wütend fährt Morosow herum „Wie könnt ihr es wagen, ihr sollt sie erschießen!“. Unteroffizier Hammerbeck hat sich vor die Stalker gestellt und spricht mit zittriger Stimme „Nein! Die Zone ist gut, das Wissen was hier versteckt liegt muss an die Öffentlichkeit! Wir können etwas Besseres schaffen als das alles hier!“ Die Patrouille schaut sich erst fragend an, dann senken sie nacheinander ihre Gewehre. Mit hochrotem Kopf zieht Morosow seinen Revolver und richtet ihn an Hammerbecks Schläfe „Alles muss man hier selber machen!“ Ein lauter Knall schallt durch den Wald. Einen Augenblick später sackt Morosows Körper leblos in sich zusammen. Aus der Mündung von Tito´s Karabiner entweicht ein dünner Rauchfaden. „Für unsere Freiheit! Für die Freiheit des Wissens! Für die Freiheit Tschernobyls!!!“

Epilog - Freiheit:

Misstrauisch beäugt Kommandant Stonovich die Ankunft von Michael Hammerbeck vor dem Zollhaus. Wie vereinbart hat auch er neben seinem Leibwächter Maverizski nur fünf bewaffnete Männer dabei. Bei ihrem letzten Zusammentreffen hatte der Anführer der Freiheit versucht, ihm mit einem Ural eine Falle zu stellen. Aber wer mag es Hammerbeck verübeln, dass er vor einigen Monaten desertierte. Kapitan Morosow war ein Sadist und im Grunde genommen ist selbst Stonovich froh, dass Hammerbeck ihn damals beseitigt hat. Wie auch immer, es ist der erste Versuch zwischen Militär und Freiheit, eine einvernehmliche Lösung mit der experimentellen Waffe zu finden. Wer weiß, ob und wie sie überhaupt funktioniert?
Plötzlich schlägt die Tür des Zollhauses auf und ein bärtiger Wissenschaftler im orangenen Schutzanzug tritt heraus. „So so, da seid ihr also. Und habt ihr die Teile dabei?“
Hammerbeck winkt Abu Nossi herbei, der eine Holzkiste unter dem Arm trägt. Stonovich nickt kurz und Vasili tritt mit einem silbernen Koffer hervor.
„So so“ kichert der Wissenschaftler „Ihr wollt also, dass ich euch das Gerät zusammensetze? Na gut, ich werde es tun – aber keine Waffen in meinem Labor, sie machen mich nervös!“
Abu Nossi und Vasili geben Ihren Kameraden ihre Waffen, und verschwinden im Gebäude. Stille… Wachsam beobachten Stonovichs und Hammerbecks Männer die Umgebung… achten auf jede verdächtige Bewegung. Plötzlich quietschende Reifen hinter dem Zollhaus!!!
Stonovich und Hammerbeck eilen in das Gebäude. In einem Raum liegen Abu Nossi und Vasili ohnmächtig, mit Platzwunden am Hinterkopf auf dem Boden. Daneben eine leere Kiste sowie ein leerer Koffer „Was zum Teufel…“ faucht Stonovich „ich hätte wissen müssen, dass man einem Deserteur nicht trauen kann. Ein Mal ein Verräter, immer ein Verräter!“ Hammerbeck stößt Stonovich vor die Brust. „Wie kannst du es wagen! Du hast die Waffe an dich genommen um sie für dich alleine zu nutzen! Ich bin fertig mit dir!“ Er ruft seine rechte Hand Martini herbei, der den bewusstlosen Abu Nossi schultert. Gemeinsam verlassen sie den Raum.
Stonovich ruft ihm mit hochrotem Kopf hinterher: „Hammerbeck! Ich werde dein schäbiges Lager plattmachen und jeden einzelnen deiner Männer jagen. Ich werde jeden Stein umdrehen und auf alles schießen, was nicht meine Uniform trägt, bis ich die Waffe in meinen Händen halte!!!“

Zwischenzeitlich an einem geheimen Ort.
Ein Unbekannter betritt den Raum, in der Mitte steht ein silberner Tisch, der mysteriös im gedämpften Licht schimmert. An den Wänden sind fremdartige Symbole angebracht, undefinierbare mit Runen überzogene Gegenstände sind auf dem Boden verteilt. Ein Mann im schwarzen Mantel tritt aus dem Schatten sein Gesicht ist unter einer Kapuze verborgen. „Habt ihr wonach ich verlangt habe?“ Der Unbekannte öffnet eine Tasche und legt verschiedene Waffenteile auf den Tisch. „Hier. Das ist alles, was wir ihnen abnehmen konnten.“ Der Mann im Mantel murmelt vor sich hin. „Sehr gut, aber es fehlt noch etwas. Hört mir gut zu, ich habe noch eine Aufgabe für euch…“